in Falkensee zuhause

Falkensee und das Havelland in Wort und Bild

  Schöppenstedt - die Stadt des Till Eulenspiegel

 

Eine Tagesreise führte uns im Juni 2015 von Falkensee über Helmstedt und Berklingen nach Schöppenstedt

Helmstedt - ehemalige Universitäts- und Hansestadt liegt inmitten des Naturparks        Elm-Lappwald.

Helmstedt, 23.000 Einwohner, ist eine Kreisstadt in Niedersachen - Helmstedt war Grenzkontrollpunkt zwischen der BRD und der DDR. Helmstedt besitzt ca. 400 Professoren- und Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jh. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Helmstedt im Jahr 952 in einer Urkunde von König Otto I. Das Stadtrecht wurde 1247 verliehen. Thronstreitereien zwischen den Welfen und Staufern führte 1199/1200 zur fast völligen Zerstörung der Stadt.

Rathaus am Marktplatz - 1904-1906 im neugotischen Stil aus Velpker Sandstein erbaut

 Hoflager des Herzogs Julius von 1567 - es diente dem Hof bei seinen Besuchen als Wohnung - noch heute kann die geschnitzte,  reich verzierte Fassade bewundert werden

sehr schmales Fachwerkhaus

eines der ältesten Wohnhäuser - datiert Anno 1514

Fachwerkhäuser in der historischen Innenstadt

Blick auf den Marktplatz

 Häkelwimpel verzieren den Eingang zum Rathaus

Bronzefigur - Akademiker mit dem Statut in der  Hand

Markttag in Helmstedt

Fachwerkhäuser werden restauriert

blühendes Schmuckelement - eine nette Idee, die Straße zu verschönern

Juleum Novum der ehemaligen Universität. Gestiftet von Herzog Julius 1576. Sein Sohn Heinrich Julius war der erste Rektor. Die Universität prägte das Leben der Stadt bis 1810 erheblich.

Ansichten des ehemaligen Universität

Hauptportal der ehemaligen Universität

Universitätswappen

hinter diesen Fenstern befindet sich das Auditorium maximum

Auditorium maximum


Der als  Aula und Hörsaalgebäude errichtete Bau ist 40 m lang und 17 m breit

Blick in das Auditorium maximum - heute finden hier  Festveranstaltungen und wissenschaftliche Vorträge statt.


 weiter nach Berklingen

Panoramabild -  an  der Hauptstraße

Berklingen ist ein kleines Dorf  im Landkreis Wolfenbüttel - erstmals im Jahr 1000 urkundlich erwähnt. Die Siedlungsspuren sollen 8000 Jahre alt sein. Die Besiedlung geht auf  300 v. Chr. zurück. Mit Vahlberg zusammen leben hier 740 Einwohner. Bekannt ist Berklingen durch den Gasthof "Zur Post" und die St.-Blasius-Kirche...

Gasthof "Zur Post" - entstand 1841 aus dem Pfarrwirtshaus - 

Viele Reisegesellschaften nehmen hier den Mittagstisch gerne ein - nachmittags gibt es in Begleitung des singenden Gastwirtes selbstgebackenen Kuchen und Torte 

Die Kirche war geschlossen - ich hätte mir gern den Altar angeschaut

St.-Blasius-Kirche, ca. 800 Jahre alt, Turm 32 m hoch. Flügelaltar soll von 1500 sein, geschaffen hat diesen ein Schüler von Tilmann Riemenschneider

Auf dem Weg nach Schöppenstedt bietet sich ein herrlicher Blick auf die Asse (234 m hoher Höhenzug) und das Harzer Bergland.

 Die Gegend ist bekannt durch die Schachtanlage Asse, einem ehemaligen Salzbergwerk, welches für die Endlagerung radioaktiver Abfälle genutzt wurde

fruchtbare Lössflächen der Schöppenstedter und Remlinger Mulde

Der Höhenzug ist mit Hainbuchen, Ulmen, Eschen, Linden und Mischwald bewachsen und bietet ca. 600 verschiedene Pflanzenarten ((Buschwindröschen, weißes Fingerkraut, Bienen-Ragwurz (Orchidee), Lerchensporn u.v.a.))  Lebensraum, davon 102 gefährdete Pflanzenarten.

 

 

Schöppenstedt

ist eine kleine Stadt im Landkreis Wolfenbüttel mit ca. 5300 Einwohnern. Erste urkundliche Erwähnung in 1051 unter dem Namen "Sciphinstete". Schöppenstedt soll auch eine Gerichtsstätte gewesen sein, dies wurde 1326 bezeugt. Die Schöppenstedter haben wohl gerne Bier getrunken, denn 1583 verlieh Herzog Julius die Braugerechtigkeit. Gutes Wasser kam von der Nette (59 km langer linker Nebenfluss des Rheins). Schöppenstedt wurde von mehreren Brandkatastrophen heimgesucht: 1743  brannten fast 100 Häuser ab. Mit dem Neuaufbau wurde auch eine Brandkasse (jeder musste einzahlen) eingerichtet und Strohdächer mussten gegen Ziegeldächer ausgetauscht werden. Schöppenstedt wird auch die "Stadt der Streiche" genannt.

  

 "Stadtführer" in historischer Uniform an einem Till Eulenspiegel-Wandgemälde in der Stadt

...und in einer engen kleinen Gasse

das Buch mit über 90 Geschichten, die man sich über den Narr erzählt und aufgeschrieben hat, liegt auf dem Marktplatz aus. Das Buch wurde erstmals 1510 in Straßburg gedruckt und immer wieder neu aufgelegt und in vielen Sprachen übersetzt

Hauptstraße in Schöppenstedt

"Eulenspiegeleien"  mit 120 linken Schuhen tanzt er auf dem Seil... Til Eulenspiegel soll um 1300 in Kneitlingen geboren worden sein, einen Beweis, dass er tatsächlich gelebt hat, gibt es nicht.


Der Turmhelm der Kirche St. Stephanus brannte am 8. Dezember 1999 infolge Blitzschlag ab... 

...wiederaufgebaut April 2000 bis August 2001, aber mit dem bekannten schiefen Turm (Schiefstellung 1,50 m) aus dem 12. Jh.

im Hintergrund eines der ältesten Fachwerkhäuser in Schöppenstedt - Nähe Kirche

Die Glocken wurden nach dem Brand 1999 neu gegossen - hier sind die alten Glocken zu sehen

Das Till Eulenspiegel-Museum, das an eine Narrenkappe erinnert, wurde 1996 eröffnet - hier erfährt man viel über den bekannten Schalk und Narr...

 

Eingangshalle mit Imbiss

Ausstellungen im oberen Stockwerk

Till Eulenspiegel in Porzellan

auf ein Bierchen mit Till Eulenspiegel

 

Nach dem Museumsbesuch treten wir die Heimreise nach Falkensee an... ein schöner Blick in die Landschaft  eröffnet sich, als wir über die Elbe fahren....

 

 

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